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Lexikon
Thema Definition
Grünlandtemperatursumme (GTS): Die GTS ist ein errechneter Wert und dient als Indikator, wann das nachhaltige Pflanzenwachstum einer Vegetationsperiode beginnt. Hierfür werden alle positiven Tagesmittel ab dem 1.1. addiert und zur Wichtung mit einem Faktor multipliziert (Jan=0,5, Feb=0,75, ab März=1). Der Tag an dem die Grünlandtemperatur zum ersten Mal über einen Wert von 200 steigt, markiert dabei den Beginn der nachhaltigen Vegetationsperiode. In unseren Breiten ist dies meist Mitte März der Fall.
Kältesumme: Die Summe der negativen Tagesmittel, also Temperaturen <0 °C.
Wärmesumme: Die Summe der positiven Tagesmittel, also Temperaturen >0 °C.
Solar: Die Solarstrahlung wird mit Hilfe eines Pyranometers gemessen, das die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Solarstrahlung erfasst. Die Einheit der Bestrahlungsstärke ist Watt/Quadratmeter (W/m2).
Die gemessene Solarstrahlung setzt sich aus der Direktstrahlung, also der Strahlung, die direkt auf den Detektor eintrifft, und der Diffusstrahlung, die durch Streuung an Wolken, Wasser- und Staubteilchen den Sensor erreicht, zusammen.
Die Solarstrahlung unterliegt starken Schwankungen, da sie durch Trübung der Atmosphäre und den Bewölkungsgrad beeinflusst wird. Umso höher die Sonne steht, umso größer ist der Direktstrahlungsanteil, so dass die Solarstrahlung zur Mittagszeit am stärksten und in den Wintermonaten schwächer als im Sommer ist.
An einem Mittag im Sommer erreicht die Solarstrahlung ein Maximum (Bewölkungsgrad = 0) von 900-1000 W/m2. Kommt sehr leichter Bewölkung hinzu, kann dieser Wert auch mal auf über 1000 W/m2 ansteigen, da die Direktstrahlung ungehindert auf die Erde trifft und zusätzlich der Diffusanteil ansteigt.

Die Jahressumme der Solarstrahlung in Mutterstadt lagen zwischen 2010-2013 zwischen 992-1070 kWh/m2.
Evapotranspiration: Die Summe aus Transpiration und Evaporation, also der Verdunstung von Wasser über die Spaltöffnungen der Pflanzen bzw. über die Oberflächen von unbewachsenem/freiem Land oder Wasserflächen. Das Gegenteil ist Niederschlag.
Die Evapotranspiration wird von WSWIN nach dem Haude-Verfahren errechnet.
Warme Tage: Tmax ≥ 20,0 °C
Kalte Tage: Tmax < 10,0 °C
Windgeschwindigkeit: Die Windgeschwindigkeit ist die Bewegung der Luft gegenüber den Boden und wird bei meiner Station mit einem Schalenkreuzanemometer in 6,5 m Höhe gemessen. Üblicherweise wird entweder in km/h oder m/s gemessen, in der Seefahrt wird aber auch gerne Knoten verwendet (kn). Die Klassifikation der Windgeschwindigkeit erfolgt meist in Beaufort (bft), eine ehemals phänomenologische Einteilung, die den Effekt des Windes auf Wellenbildung und Seegang zu beschreiben.
Windchill: Der Windchill ist ein Indikator für den Unterschied zwischen der gemessen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur, die vor allem durch die vorliegende, und messbare, Windgeschwindigkeit bestimmt wird. Durch den Wind wird die warme Luft von der Hautoberfläche "weg geweht" und die Verdunstungsrate erhöht. Hierdurch kommt ein Kühleffekt zustande, der Einfluss auf die Temperaturwahrnehmung hat.
Sprich, umso mehr Wind, desto kühler wirkt die Temperatur. Dieser Effekt ist oft die Ursache für fiese Sonnenbrände, da die Sonneneinstrahlung auf die Haut durch den herrschenden Wind vollkommen unterschätzt wird.
Eistage: Tmax < 0,0 °C
Frosttage: Tmin ≤ 0,0 °C
Sommertage: Tmax ≥ 25,0 °C
Tropentage: Tmax ≥ 30,0 °C
Sehr kalte Tage: Tmin ≤ -10,0 °C
Private Wetterstation Mutterstadt